| |
Der Pfad unseres Herzens
Es gibt eine Frage, die beschäftigt die Philosophen und Denker aller Zeitalter. Sind wir Menschen frei zu tun, was immer wir wollen oder ist unser Handeln vorherbestimmt? Die Gehirnforschung der letzten Zeit gibt diesen Fragen neuen Auftrieb, zeigt sich doch bevor wir die Idee zu einer Handlung haben und sie dann aus „eigenem Entschluss“ ausführen, eine Spur davon in unserem Gehirn. So gab es in der Zeitschrift GEO 01/2003 einen Artikel über die aktuelle Hirnforschung und der Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat. Hier wurden die Versuche des kalifornischen Neurophysiologen Benjamin Libet aus den achtziger Jahren beschrieben, in denen er Hinweise darauf fand und sie mit anderen Hirnforschern teilt, dass unser Verhalten vollständig im Rahmen der Naturgesetze abläuft und unser Empfinden eines bewussten Willens ein „unerhebliches, einflussloses Sahnehäubchen“ sei.
All diese Dinge berühren uns zutiefst. Haben wir doch das unabdingbare Empfinden eines freien Willens und gründen viele Grundlegende Dinge unserer Gesellschaft auf diesen Annahmen der Willensfähigkeit und der damit einhergehenden möglichen Schuld des Menschen. Interessant ist, dass wir auch in den alten Schriften Hinweise darauf finden, dass all dies nur eine Illusion ist. Nur im Christentum, der Sichtweise die unserer heutigen Kultur zu Grunde liegt und unserem momentan noch vorherrschenden Weltbild am ehesten entspricht, sind alle Hinweise darauf verschwunden. Nur die Philosophen beschäftigten sich immer wieder mit den Themen Determinismus und Fatalismus.
Vielleicht an dieser Stelle kurz zur Erklärung: Das Wort Determinismus kommt vom lateinischen Wort determinare, was abgrenzen oder bestimmen meint. Mit diesem Begriff wird die Weltsicht benannt, die davon ausgeht, dass alle Ereignisse nach feststehenden Gesetzen ablaufen. Im Determinismus wird davon ausgegangen, dass der Ablauf aller Ereignisse vorherbestimmt ist. Der Begriff Fatalismus kommt ebenfalls aus dem lateinischen und meint: vom Schicksal bestimmt. Noch ein wenig detaillierter bezeichnet dieser Begriff, dass alle Erscheinungen und insbesondere auch der individuelle Lebenslauf eines jeden Menschen, unausweichlich und unabänderlich durch das Wirken äußerer, nicht beeinflussbarer Kräfte, vorherbestimmt ist.
Erinnern wir uns der Lehre des TAO… Ganz ähnlich heißt es in dieser uralten Lehre des Lao Tse (ca. 500 Jahre v. Chr.) an einer Stelle: es gibt Prinzip und Prozess und jeder Prozess folgt dem ihm zugrunde liegenden Prinzip…
Mit der Lehre des TAO bieten uns die alten Chinesen eine gänzlich andere Sichtweise an, als die, die bei uns im Westen vorherrscht. Wir Menschen hier in der westlichen Welt empfinden uns als „in die Welt gesetzt“, als vom übrigen, als vom uns Umgebenden abgetrennte Wesenheiten. Wir unterscheiden nicht nur zwischen „ich“ und „du“ sondern generell zwischen „ich“ und „nicht-ich“. Wir unterscheiden auch zwischen: „natürlich“ und „künstlich“. Diese Abgrenzung beginnt schon direkt hinter unserer Haut und bezieht sich zum Beispiel auf unsere Kleidung. Denn wenn Nacktheit natürlich ist, ist Kleidung unnatürlich. Und sicherlich machen wir dann noch Unterschiede zwischen natürlicher Kleidung und künstlicher, zwischen natürlicher Nahrung und künstlicher Nahrung. Natur zum Beispiel ist für viele Menschen das, was du im „grünen“ findest… Bienen und Blumen… Aber Städte zum Beispiel sind „keine“ Natur… Autos, Fernseher, Computer alles künstlich, oder?
Ganz anders hingegen die Weltsicht des Taoismus. Am ehesten ist der Begriff TAO übersetzt mit: „Lauf der Natur“. In der Vorstellung des TAO folgt alles dem Lauf der Natur. Nichts kann es geben, was nicht Natur ist. Es heißt im TAO: Das TAO fließt überall, zur linken wie zur rechten. Es liebt und nährt alle Dinge, herrscht aber nicht über sie…
Spätestens hier haben wir vermutlich jetzt das deutliche Gefühl, dass wir dann ja nicht entscheiden könnten, dass wir von etwas Fremden bestimmt werden würden. Aber die Vorstellung von der Natur, vom TAO beherrscht zu werden, geben wir dieser Lehre bei, weil wir uns als vom Umgebenden getrennt empfinden. Das von vielen Menschen als so unangenehm empfundene Gefühl vom Schicksal beherrscht (determiniert) zu sein, entspringt dem Empfinden, von der Natur getrennt zu sein. All dies ändert sich sofort, sobald du dich als Teil des Ganzen, respektive als das Ganze empfindest. Wenn wir uns als das Ganze empfinden, gibt es niemanden mehr der beherrscht. Taoismus ist eine völlig demokratische Weltsicht. Niemand beherrscht hier irgendwas.
Wenn wir der Natur nicht vertrauen, können wir uns nicht vertrauen. Getreu unserer Weltsicht versuchen wir unseren Körper zu kontrollieren, unsere Gemeinschaften zu kontrollieren und die Natur zu kontrollieren. Kontrolle heißt: nicht vertrauen! Kontrolle heißt: beherrschen wollen. Wir vertrauen uns nicht, wir vertrauen unserer inneren Natur nicht und wollen deswegen uns und andere beherrschen.
Auch Aussagen der modernen Forschung geben neue Impulse. So wird zum Beispiel in der Systemtheorie ein Organismus als ein System geordneter Anarchie angesehen. Ein Organismus ist in der Tiefe chaotisch. Man sagt in der Systemtheorie auch: Systeme funktionieren „fern vom Gleichgewicht“ und erfahren dadurch ihre Regulation und Entwicklung. Die tiefe innere Struktur des Chaos ist im höchsten Maße geordnet.
Es fällt mitunter schwer in einem Organismus eine „Ordnung“ zu entdecken. Die Ordnung erschließt sich aus einem Sinnzusammenhang. Die Anordnung der Zellen und der Organe im menschlichen Körper erscheinen uns ordentlich, weil sie für uns einen Sinnzusammenhang ausmachen. Die Ordnung der Wassertropfen in einem sprudelnden Bach empfinden wir vielleicht, weil wir den Bach sehen… Aber was ist mit der Anordnung der Sterne? Wenn wir in den Makrokosmos schauen, erscheint uns die Anordnung der Sterne willkürlich… oder auf der Ebene der Partikel, im Mikrokosmos, wie ist hier der Zusammenhang? Je nach unserer Fähigkeit den Dingen einen Sinn zu geben, erscheinen „Ordnungen“ im Chaos. Ist eine Küstenlinie ordentlich? Eine Bergkette? Ein Flusslauf?
In chinesischen Gedichten aus der Zeit des LaoTse heißt es: „Still sitzen, nichts tun, der Frühling kommt, und das Gras wächst von selbst…“
Genau in dem Moment, wo ich mich als von dem mich Umgebenden getrennt fühle und unterscheide zwischen innen und außen, erscheint mir diese Sicht absurd. Wie könnte ich mich darauf verlassen. Ich muss mich doch anstrengen, damit etwas geschieht. Dies geht so massiv gegen unsere allgemeine Sicht der Dinge, ich fühle mich dann ausgeliefert und ängstlich und beginne zu kontrollieren.
Die damaligen Taoisten stellten sich eine Staatsform vor, die in der Ausformung dem Gedanken der tiefen Demokratie von Arnold Mindell sehr nahe kommt. Sie sagen, der Staat solle so anonym und unaufdringlich wie möglich sein. Statt sich in Aufmärschen und in Prunk dem Volke zu zeigen, sollte sich ein „Herrscher“ ebenso unauffällig verhalten, wie ein Mann, der im Park das Laub zusammenfegt und seine Arbeit sehr ernst nimmt. Er sollte seine Arbeit tun, ohne einen Verdienst dafür zu beanspruchen. Statt nach Macht zu streben, sollte er einfach das Notwendigste in die Wege leiten und dann dafür sorgen, dass „es“ seinen Lauf nehmen kann.
Alan Watts bemerkt in seinem Buch „Der Lauf des Wassers“, dass die Staatsführung von Menschen, die der Natur und sich selbst nicht vertrauen, totalitär sein muss. Jeder muss jeden beobachten, jeder ist der Spitzel seines Bruders (seiner Schwester) und muss der Obrigkeit Bericht erstatten, damit der Staat dafür sorgen kann, dass niemand gefährliche oder eigentümliche Gedanken entwickelt.
Die tiefe Demokratie basiert auf dem Vertrauen, dass die Dinge ihren eigenen Lauf haben und dass wir alle Teil eines größeren Gesamtgeschehens sind und gleichzeitig dieses Gesamtgeschehen. Teil und Ganzes... Tag und Nacht… hell und dunkel… Nach dieser Sicht gibt es nichts, auch nicht die Konsensusrealität, was uns davon abhält, so zu sein wie wir sein wollen/sollen. Das Leben ist jetzt und hier… spürst du es?
Auch in der indischen Philosophie finden wir diese Thematik beschrieben. Das Gebiet dieser Lehre ist sehr komplex und umfangreich und beinhaltet eben nicht nur Atemübungen (Pranayama) und Serien von Körperübungen (Asanas), sondern beschreibt detailliert und äußerst präzise, die Beschaffenheit des Universums. Eigentlich ist es so, dass erst in der Einbindung in diese Betrachtungsweise, die Körperübungen und Atemübungen überhaupt einen Sinn machen. So gibt es in der indischen Philosophie die Aussage, dass dieses Universum, so wie wir es kennen, nicht einmalig ist, sondern nur eines in einer ganzen Reihe von Universen ist, die alle eine begrenzte Dauer haben und die, wie alles andere auch, rhythmisch erscheinen und vergehen. Sogar die Zeitdauer eines Universums, einer Schöpfungsperiode ist definiert. Es handelt sich um die Dauer von 4 Milliarden 320 Millionen Jahre. Diese Zeitdauer wird „Kalpa“ genannt und benennt die Zeit, innerhalb derer ein Universum existiert. Noch einmal dieselbe Zeit verbleibt dann alles in einer Ruhephase, bis dann ein neues Kalpa beginnt und ein neues Universum erscheint.
Vielleicht ist diese Anzahl von Jahren nicht wörtlich zu nehmen (über 4 Milliarden Jahre ist eine unvorstellbar große Zahl und gegenwärtig wird das Alter unseres Universums auf fünfzehn Milliarden Jahre geschätzt. Vielleicht ist es aber auch erst acht oder sieben Milliarden Jahre jung, hier spielen für die Wissenschaft ein paar Milliarden mehr oder weniger keine Rolle) aber sie benennt einen Zeitraum deren Ablauf festgelegt ist und geht von zyklischen Schöpfungs- und Ruheperioden aus.
An anderer Stelle wird die Länge eines Kalpas nicht in Jahreszahlen ausgedrückt, sondern in Form einer Analogie: angenommen, wir hätten einen Granitblock, der hundert Meter lang, hundert Meter breit und hundert Meter hoch ist. Alle hundert Jahre kommt ein "Himmelswesen", um mit dem Ärmel seines Gewands leicht über den Granitblock hinwegzuwischen. So werden sich jedes Mal ein paar Staubkörnchen aus dem Granit lösen und zu Boden fallen. Ein Kalpa bezeichnet nun den Zeitraum, der benötigt wird, bis sich der Granitblock ganz in Staub auflöst…
Das eigentlich Spannende hieran ist aber, das nicht nur der zeitliche Ablauf, sondern auch das „wie“ oder die jeweils vorherrschende Qualität innerhalb einer Schöpfungsperiode geschildert wird. So ist ein Kalpa unterteilt in mehrere Zeitalter, in so genannte Yugas, und das Yuga in dem wir uns im Moment befinden, ist das Kali-Yuga, übersetzt soviel wie: das „Zeitalter der Göttin Kali“… Diese Bezeichnung weißt uns darauf hin, dass das Universum sich langsam wieder dem „Nicht-Sein“ nähert und unaufhaltsam der Zerstörung entgegen treibt. Wir sind in einem Abschnitt der momentanen Schöpfungsperiode, in der das Universum dem Zerfall entgegen geht. Aber keine Angst, dies dauert noch ein paar Jahre… nur lässt auch diese Weltsicht keinen Raum für einen Einspruch… Dies könnte uns jetzt dahin führen zu denken: ja, dann macht das ja alles keinen Sinn… All unsere Bestrebungen für eine „bessere“ Welt zu sorgen, der Umweltzerstörung Einhalt zu gebieten, für wieder sauberes Wasser und weniger Krankheiten und weniger Kriege zu sorgen… all das macht dann ja keinen Sinn, da ja sowieso alles dem Verfall entgegen geht.
Wirklich paradiesische Zustände für auf der Erde existierende Lebensformen gab es und gibt es immer nur zu Beginn einer Schöpfungsperiode, sagt uns die Lehre des Yoga. Dort in dem zeitlichen Abschnitt, wo wir uns jetzt befinden, verändern sich die Strukturen immer mehr in Richtung Zerfall und Zerstörung. Und es gibt in dieser Weltsicht nicht nur dieses eine Universum sondern eine unendliche Zahl von Universen. Dargestellt ist dies durch die Trinität, durch die „Drei-Einigkeit“ der hinduistischen Philosophie von Brahma, Vishnu und Shiva, die wieder Eines ist in der Gestalt von Brahman. Brahma ist der Schöpfer, Vishnu der Erhalter und Shiva der Zerstörer und all dies ist Eins in der Gestalt Brahmans. Und die Welt, das Universum geschieht durch ein Ausatmen Brahmans und im Einatmen Brahmans geht alles wieder zu seinem Ursprung zurück, dorthin, woher alles gekommen ist. Der tanzende Shiva Nataraj, eine der Darstellungsformen des Gottes Shiva beschreibt diesen ewigen Tanz der Welten, ihre Geburt und ihren Verfall. Auch in dieser Sicht ist uns der kosmische Kreislauf von Schöpfung und Zerstörung auferlegt.
Wie auch schon zu Beginn des Themas erwähnt: nur wenn wir jetzt uns als von all dem getrennt sehen, erscheint uns all dies so schrecklich und wir uns als so machtlos und ausgeliefert. Wir sind all dies! Es gibt keinen Unterschied zwischen uns und der Natur oder zwischen uns und der Schöpfung. Ein alter Text der Veden beschreibt dies so:
OM tat sat, OM purnam adah, purnam idam, purnat purnam udacyate purnasya purnam adaya, purnam evavasisyate OM shanti shanti shanti
Dieses Brahman ohne Eigenschaften und der höchste Gott sind Vollkommen. Diese Schöpfung, die eine Form hat und voll der mannigfachsten Eigenschaften ist, ist auch vollkommen, weil nur das Vollkommene aus dem Vollkommenen geboren werden kann. Wenn das Vollkommene aus dem Vollkommenen genommen wird, ist das, was bleibt, auch Vollkommen.
Im Buddhismus gibt es auch den Begriff der Kalpas, aber viel wichtiger noch: in einem Sutra spricht Buddha Shakyamuni über die Natur der Buddhaschaft: "Jedes Wesen hat seit endlosen Kalpas die Buddhaschaft erlangt." Das Lotus-Sutra sagt: Buddhaschaft seit Ewigkeiten ist kein Privileg von Shakyamuni. Übe nicht jetzt, um später einmal Befreiung zu erreichen. Wir sind von Natur aus bereits seit Ewigkeiten Buddhas...
Die Frage nach dem wie wir als Menschen jetzt damit umgehen sollen, beantwortet sich in der gesamten Bandbreite von Menschen, die sich vom „weltlichen“ Geschehen zurückziehen, bis hin zu Menschen, die weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben und weiterhin „Dinge“ tun, aber nicht mehr „um etwas zu erreichen“ (weil es nichts zu erreichen gibt), sondern um des „tun“ willens. Auch die Frage nach dem „was“ wir tun, beantwortet sich nicht mehr aus der Perspektive „ist das, was ich tue gut oder schlecht“, sondern aus dem Inneren eines Menschen, aus der „Aufgabe“ eines Menschen, aus dem was die Stimme des Herzens uns sagt. Ganz pragmatisch gesagt: es macht keinen Unterschied in der Beurteilung, ob du dich zurückziehst von den Menschen oder für was auch immer kämpfst… die Frage ist: folgst du der Stimme deines Herzens und tust du deinen Job?
Die Beschäftigung mit der Lehre des Yoga führt uns auch dahin zu sehen, dass es keinen Sinn macht auf etwas in der Zukunft zu warten. Darauf das es „besser wird“… Es wird nicht besser! Eher wird es ja „schlimmer“, aus einem bestimmten Blickwinkel gesehen und dies führt uns dahin, den Moment, das Hier und Jetzt in einem ganz neuen Licht zu sehen. Dieser Moment hier und jetzt zählt, dies ist alles, was es gibt. Hier findet das Leben statt und haben deine Handlungen einen Sinn.
Um diesen kleinen Ausflug in die indische Philosophie wieder zurückzuführen in die schamanische Sicht der Dinge möchte ich noch zwei Aussagen von Don Juan Matus, dem Yaqui Schamanen erwähnen, die uns vielleicht ein wenig helfen können bei der Frage: was ist den nun die Stimme meines Herzens oder meine Aufgabe. Diese Frage findet mit den herkömmlichen Mitteln unseres Verstandes mit Sicherheit keine Antwort, sondern nur in dem wir uns den Worten nähern wie einer Musik oder Poesie.
So lauten seine Worte:
"Für mich gibt es nur das Gehen auf Wegen, die Herz haben. Auf jedem Weg gehe ich, der vielleicht ein Weg ist der Herz hat. Dort gehe ich, und die einzig lohnende Herausforderung ist, seine ganze Länge zu gehen.
Und dort gehe ich und sehe und sehe - atemlos."
Oder an anderer Stelle:
Jeder Pfad ist nur einer von Millionen. Darum muss sich ein Krieger immer bewusst sein, dass ein Pfad nur ein Pfad ist. Wenn er fühlt, dass er dem Pfad nicht folgen sollte, dann darf er dies, egal unter welchen Bedingungen, nicht tun.
Seine Entscheidung seinen Pfad beizubehalten oder ihn zu verlassen, muss frei sein von Angst oder Ehrgeiz. Er muss den Pfad genauestens und mit größtmöglicher Bewusstheit beobachten.
Es gibt eine Frage, die sich ein Krieger stellen muss: „Ist der Pfad ein Pfad mit Herz?“
Alle Pfade sind gleich. Sie führen nirgendwo hin, aber ein Pfad ohne Herz kann niemals vergnüglich sein. Ein Pfad mit Herz allerdings, ist leicht – er macht es dem Krieger nicht schwer ihn zu gehen.
Auf diesem Pfad zu wandeln ist eine vergnügliche Reise. So lange ein Krieger einem Pfad folgt, ist er eins mit ihm.
Don Juan Matus
Literatur:
Alan Watts „Der Lauf des Wassers“
Alan Watts „Das TAO der Philosophie“
Verschiedene Übersetzungen des TAO te King
Carlos Castaneda verschiedene Werke
GEO Zeitschrift 01/2003
|