Schon Ende der 40er Jahre in Marburg begann Leuner − angeregt durch Lektüre vor allem von Ernst Kretschmers Werken − die therapeutische Wirkung von Imagination auf seine Patienten zu erproben und zu untersuchen. 1954 beschrieb er dieses Verfahren in ersten Veröffentlichungen unter dem Begriff „Katathymes Bilderleben“, heute bekannt und verbreitet als Katathym-Imaginative Psychotherapie.
Etwa Mitte der 50er Jahre begann er auch, zusätzlich verschiedene Halluzinogene zur Unterstützung der imaginativen Psychotherapie einzusetzen. Der kontrollierte ärztliche Einsatz psychoaktiver und psychedelischer Substanzen zur Vertiefung psychotherapeutischer Prozesse wurde unter dem Namen Psycholytische Psychotherapie bekannt.
1960 initiierte Leuner das „Erste europäische Symposion für die Psychotherapie unter LSD 25“ an der Göttinger Universität. 1964 begründete er die „Europäische ärztliche Gesellschaft für psycholytische Therapie“ (EPT). Auf dem Hintergrund zunehmender öffentlicher und politischer Verurteilung des nicht ärztlich kontrollierten Drogenge- und missbrauchs zogen sich Ende der 60er Jahre jedoch immer mehr Ärzte aus dieser Forschung zurück, und die EPT wurde nach ihrem fünften Symposium 1971 aufgelöst.
1974 wurde auf Leuners Initiative hin „die Arbeitsgemeinschaft für Katathymes Bilderleben und imaginative Verfahren in der Psychotherapie“ (AGKB) ins Leben gerufen.
Im Jahre 1985 gründete Leuner zusammen mit anderen Forschern das „Europäische Collegium für Bewußtseinsstudien“ (ECBS) und übernahm die Präsidentschaft. Seit seiner Gründung hat das ECBS mehrere Symposien über spezifische Themen durchgeführt und drei Kongresse unter dem Titel "Welten des Bewußtseins" veranstaltet. Der zweite Kongress 1996 in Heidelberg wurde noch von Leuner selbst initiiert.
Quelle: www.wikipedia.de
Autoren: Gxxgina, Harro von Wuff, Henning Ihmels, Bücherhexe, Knarf-bz u.a.
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