Barbara Baerns (* 8. Februar 1939 in Rinteln) ist eine deutsche Kommunikationswissenschaftlerin und (seit 2004 emeritierte) Professorin für Theorie und Praxis des Journalismus und der Öffentlichkeitsarbeit der Freien Universität Berlin (FU Berlin).
Baerns studierte ab 1959 Publizistik, Germanistik, Theaterwissenschaft und Anglistik. 1967 wurde sie mit „Ost und West: Eine Zeitschrift zwischen den Fronten. Zur politischen Funktion einer literarischen Zeitschrift in der Besatzungszeit (1945 - 1949)“ an der FU Berlin promoviert. Sie habilitierte sich 1982 an der Ruhr-Universität Bochum mit „Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus – Zur Notation und Interpunktion latenter Beziehungen (Ein Versuch empirisch-analytischer Annäherung durch Ermittlung von Einflüssen ins Mediensystem)“ und erhielt damit die Venia legendi für das Fach Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.
Bereits seit 1960 war Baerns als Journalistin und in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Nach ihrer Promotion arbeitete sie ab 1967 in Hannover als Presse- und Kulturreferentin im United States Information Center (Amerika-Haus) sowie ab 1969 für die Neue Hannoversche Presse als politische Redakteurin. Von 1971 bis 1973 war Baerns für die PR-Abteilung von Coca Cola Central Europe tätig, ab 1972 als deren Leiterin. Mit ihrem Wechsel 1973 zur Neuen Ruhr Zeitung nach Essen arbeitete sie erneut für ein Jahr als politische Redakteurin. 1982 trat Baerns eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sektion Publizistik und Kommunikation der Ruhr-Universität Bochum an, wo sie 1975 zur Akademischen Rätin, 1977 zur Akademischen Oberrätin und schließlich 1982 zur Professorin der Sektion ernannt wurde. Bearns nahm 1989 einen Ruf an die Freien Universität Berlin an, wo sie auf den Lehrstuhl für Theorie und Praxis des Journalismus und der Öffentlichkeitsarbeit des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft berufen wurde. Dort baute sie an dem von ihr geleiteten Arbeitsbereich Öffentlichkeitsarbeit als erste in Deutschland einen Studienschwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit auf, später kam der postgraduale integrierte Studiengang „European Master’s Degree in Public Relations (Communication Management)“ hinzu. 2004 trat Baerns in den Ruhestand und ist seitdem an der FU Berlin ausschließlich in der Forschung tätig.